22.10.17 14:31 Alter: 183 Tag(e)

"Dem Himmel so nah"

Von: Aloysius Mester

Traumhafte Wanderfreizeit in Südtirol

Dem Himmel so nah!

 

„Dem Himmel so nah“ stand in großen Lettern auf den Shirts der Betreiber des Schutzhauses am Latzfonser Kreuz, unweit der wohl höchstgelegenen Wallfahrtskirche Europas. Dem Himmel so nah fühlten sich auch mehr als 30 DJKler aus Betzdorf, die heuer ihre Wanderfreizeit in dieser gerade im Herbst so malerische Südtiroler Bergwelt verbrachten. Das Latzfonser Kreuz mit der 2581m hohen Kasianspitze war dabei nur eines der Ziele.

Villanders, hoch über Klausen zwischen Brixen und Bozen gelegen hatte die Gruppe erneut als „Basislager“ ausgewählt. Von hier aus ist der Weg nicht weit in die prachtvolle Bergwelt des Rosengartens, des Villnöß oder der Sarntaler Alpen.

Zu Beginn einer solchen Woche steht aber für alle die Gewöhnung an die Höhe und die doch ungewohnte Topografie an. So war es zwar ob der fehlenden Sicht schade, daß der 1. Tag der Freizeit verregnet war. Weniger tragisch aber, da an diesem Tag „nur“ eine Eingewöhnungswanderung nach Bad Dreikirchen anstand. Entschädigt wurden die Wanderer unter Führung von Aloysius Mester aber bereits am 2. Tag. 1000 Meter höher als am Vortag riss am Fuße der Geislerspitzen schon früh die Wolkendecke auf und die Almen und Schutzhäuser des auslaufenden Villnößtals ließen die Wanderherzen höher schlagen.

Der Durchzug eines Tiefausläufers am Dienstag gestattete den Besuch der alten Bischofsstadt Brixen und lud zu einem Bummel durch Bozen. Am darauffolgenden Mittwoch, die Wetterprognosen verhießen für den Rest der Woche ein stabiles Hoch, war das eingangs erwähnte Latzfonser Kreuz das Ziel. 500 Höhenmeter waren zu bewältigen und mit jedem Schritt weitete sich der Blick. Peitler, Geislerspitzen, Sella und Seiser Alm lagen den Wanderen regelrecht zu Füßen. Da ging das Herz auf und so war es passend, mit einer kleinen, von Peter Meinung gestalteten Andacht nicht nur optisch sondern auch im Herzen dem Himmel näher zu kommen.

Der vorletzte Wandertag galt dem Rosengarten. Dieses bizarre, der Sage nach von Zwergenkönig Laurin beherrschte Reich war für viele das Bergerlebnis pur. 3 Touren standen ab der „Kölner Hütte“ zur Auswahl. Mit der Hand am Fels ging‘s zum einen übers Tschager Joch. Etwas moderater aber trotzdem anspruchsvoll war für die 2. Gruppe der Übergang über den Vaiolonpass während Gruppe 3 auf mehr oder weniger leichten Bergpfaden die Rotwandhütte, den gemeinsamen Treffpunkt erreichte. Zurück ging’s dann gemeinsam vorbei am Christomannos-Denkmal über den Hirzelweg zum Ausgangspunkt.  Manches Ahh und Ohh kam dabei ob des grandiosen Panoramas über die Lippen.

Den Abschluss der Wanderwoche bildeten bei wiederum bestem Wetter die 2500m hohe Almenwelt der Seceda. Wolkenstein, die Sella und der Langkofel schienen zum Greifen nah und so stand für die Wanderfreunde trotz der 1300 Meter Abstieg fest, wir sind in 2 Jahren wieder dabei, „dem Himmel so nah“!  (am)

 

Impressionen